Waser, Erika: Die Orts- und Flurnamen des Amtes Entlebuch. 2 Bd.

Das Luzerner Namenbuch (1,1 und 1,2) ist ein wissenschaftliches Namenlexikon. Der einfache und klare Aufbau sowie die Gemeinde- und das Gesamtregister machen das Buch aber für alle Interessierten leicht zugänglich. Die Namen sind alphabetisch in Stichwortgruppen eingeordnet und mit sprachwissenschaftlichen Angaben und Literatur versehen. Die Namen der Fluren und Siedlungen sind eng mit der Landschaft und ihrer Bevölkerung verknüpft. Sie stehen in Wechselwirkung mit der Natur, der Kultur, dem Menschen und seiner Tätigkeit. Die mittelalterliche Geschichte der Talschaft Entlebuch liegt weitgehend im Dunkeln. Die ersten Herren des Entlebuchs, die uns bekannt sind, waren die Freiherren von Wolhusen, die seit dem 11. Jh. urkundlich bezeugt sind. Um 1300 kam das Entlebuch an Österreich und wurde 1354 und 1368 an Peter von Thorberg und 1363 an Peter von Grünenberg verpfändet. Mit einem Pfandbrief wurde das Entlebuch im Jahre 1405 der Stadt und Republik Luzern angeschlossen.

In der Einleitung finden wir einen geographischen und geschichtlichen Überblick, mit einer historischen Dokumentation der Orts- und Flurnamen von Entlebuch. Aktuelle Namen; Schreibweise der Namen; Mundarttranskription; Aufbau des Namenbuches und dann folgen die Ort- und Flurnamen.

1 Band (1,1) von A-L, 648 Seiten, schliesst mit dem Flurnamen „LUX – Luxenbärg“. Lux ist Kurzform zum PN Lukas, Name eines der vier Evangelisten. Dieser Personenname wurde als Voll- und Kurzform nicht mehr erwähnt. So in Schüpfheim 1664 miner (Lucass vndernerer) matten genampt im Obern leen, 1665 an Luxundernerer(r)s hoff im leen. Der Flurname Luxenbärg (Berg, Weid- und Futterland einer Person namens Lux) wechselt über Luxenbärgli zum Diminutiv Luxli.

Entlebuch 1 Band von A L

2 Band (1,2) von M-Z, von Seite 649 – 1297, fängt mit Mad an, Mädli, das Mähen, das Mähland im Gegensatz zur Weide (Wildheuplatz), auch Name eines Flächenmasses. Der Familiennamen Mader/Mäder ist ursprünglich eine Berufsbezeichnung mit der Bedeutung „Mäher“. In den Quellen ist der Familienname seit dem 15. Jh. belegt (Heiligennamens Medardus). Das Maderhus ist eine Liegenschaft am Schüpferberg. Hinten im Buch finden wir geographische, sprachwissenschaftliche und übrige Abkürzungen; Grammatik;
Gewährspersonen; Quellen; Literatur und ein Register.

Entlebuch 2 Band von M Z

Buchbestellung: Art-Nr. W74: Preis Fr. 138.– (2 Bände) + Porto und Verpackung.

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