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Einführung in die Namenskunde Drucken E-Mail

 

Die Entstehung der Familiennamen

Auf den Höfen und in den Dörfern reichte es früher, den Menschen einen Namen zu geben. Zur besseren Unterscheidung wurde jemand bestenfalls mit einer zusätzlichen Bezeichnung, z. B. dem Namen des Vaters als des Heiris Jakob gerufen (Ausnahmen waren die Adligen). Mit der Zunahme der Bevölkerung und den Stadtgründungen wurde es nötig die Menschen besser auseinander zu halten. So entstanden im 11. und 12. Jahrhundert zuerst in den Städten, etwas später auch auf dem Land, die Familiennamen, bis ins 18. Jahrhundert konnte es aber immer noch Änderungen geben. Z. B. wurde aus Solothurmann Soltermann.
Man unterscheidet verschiedene Gruppen, die aus diesen Bezeichnungen entstanden sind:

  1.  Nach Vornamen des Vaters / der Mutter gebildete: wie z. B. aus Jakob = Jacki, Jaggi, Joggi, Joppi, Jegge, Kobel, Kobelt, Kobi usw.
  2.  Beruf- u. Ämternamen: Schmied, Gerber, Schulthess, Ammann
  3.  Herkunftsort: Frauenfelder, Nussbaum (der beim Nussbaum), Imboden
  4.  Über- oder Spottnamen: Hinkebein, Frohmut, Rot, Gross
  5.  Satznamen: Haudenschild, Leibundgut
Familiennamen wurden von den zuständigen Pfarrherren in unterschiedlichster Weise geschrieben. Erst das Zivilstandsgesetz von 1875 brachte eine einheitliche Schreibweise für Namen in den jeweiligen Ortschaften. 
Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, 27. Mai 2010 um 12:05 Uhr
 
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